THEO denkt LOGISCH! THEA auch!

Ist schon Ostern?

Einfach mal gute Nachrichten sprechen lassen, das wollte ich gerne in diesen Gedanken. Schließlich steht Ostern vor der Tür. Ich habe mir Mühe gegeben: in den Internetsuchmaschinen „gute Nachrichten“...

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Karfreitag - Ein Feiertag ohne Remmidemmi

An Karfreitag erinnern sich die Christen in aller Welt an ein trauriges Ereignis: die Kreuzigung Jesu. Warum ist das trotzdem ein Grund zum Feiern?

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Minus mal Minus gibt Plus

So habe ich das früher in der Schule mal gelernt und es ging mir in dieser Woche durch den Kopf. Relativ sprachlos macht ja der aggressive Wahlkampf des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan.

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Etwas Heißes im Advent

„Nicht alles wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird!“ Mit diesen Worten trösteten sich viele Menschen nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA. Und in der Tat:

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Wo ist der liebende Gott?

Die Welt ist aus den Angeln gehoben. Die quälende Frage eines Martin Luthers nach dem liebenden Gott, dem Gott der gnädig ist mit uns Menschen, diese Frage stellen Menschen heute in ganz anderer Weis...

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Tageslosung

Ich bete, HERR, zu dir zur Zeit der Gnade; Gott, nach deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.
Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen.

Meine jüngste Tochter weinte schon Wochen vor dem 31. Oktober. Auf ihrem Weg von der Schule muss sie an einem Haus vorbei, dessen Bewohner das Halloween-Fest so intensiv wie möglich feiern. Also hängt da schon seit Anfang Oktober ein Banner mit „Happy Halloween" an der Fassade. Darüber baumelt ein abgeschnittener Kopf an einem Seil, hinter dem Fenster steht ein gruseliges Skelett, das im Dunkeln sogar leuchtet und eine schwarze Fledermaus macht das Bild komplett. Ich hatte das noch gar nicht wahrgenommen, aber meine Tochter schon und sie wollte unbedingt mit mir einen Umweg nach Hause gehen. Nur unter Protest und nur an meiner Hand ging sie dann doch mit mir. Ganz auf der anderen Straßenseite drückte sie sich am Zaun an dem Haus vorbei und ermahnte auch mich, nicht zu weit auf die Straße zu gehen. Sie zitterte und man spürte ihr die Angst förmlich an. Ich habe ihr zwar gesagt, dass wir ja eigentlich gar nicht Halloween, sondern den Reformationstag feiern, aber trösten konnte sie das nicht, zumindest nicht an diesem Tag. In den folgenden Tagen ist sie dann ohne Probleme an dem Haus vorbei gelaufen, aber wenn ich heute an diese Episode zurückdenke, kann ich mir lebendig vorstellen, was es für einen Menschen im Mittelalter bedeutet haben muss, wirklich in Angst vor einem zornigen und strafenden Gott zu leben. Die Reformation, an deren Beginn wir heute gedenken, hat ihren Anteil daran gehabt, dass sich das Bild von Gott wandelte. Wir begegnen Gott heute nicht mehr mit zitternden Knien und möglichst auf der anderen Straßenseite. Wir nähern uns ihm und lehnen uns an, lassen uns von ihm tragen und führen. Das Gefühl, vor Gott gerecht zu sein, kann nicht erkauft werden etwa durch Opfer, Taten oder unseren Lebenswandel. Es kann nur als Geschenk empfangen werden. Diese Erkenntnis nahm dem jungen Luther die Angst vor einem strafenden Gott. Für mich bedeutet das heute: nicht wir stellen uns mit unseren Gaben und Opfern in das richtige Licht, sondern Gott stellt uns mit unseren Schwächen und Fehlern in sein richtiges Licht. Die Losung für den heutigen Tag aus dem 5. Buch Mose hätte nicht besser ausgewählt werden können: „Der Herr aber, der selber vor euch hergeht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und erschrick nicht!" Das werde ich meiner Tochter heute mit auf den Weg geben, wenn sie Süßigkeiten an Haustüren sammelt. Dann hat sie hoffentlich weniger Angst.