Tageslosung

Invokavit (Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören. Psalm 91,15)
Fürchte dich nicht, Zion! Lass deine Hände nicht sinken! Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland.
Stärkt die müden Hände und die wankenden Knie und tut sichere Schritte mit euren Füßen.

Nicht nur im HANAUER haben wir‘s vernommen:
die Faschingszeit hat längst begonnen.
Sitzungen gibt es in allen Orten,
die Redner sparen nicht mit Worten.
Wahrheiten werden scharf artikuliert,
in der Bütt geht das ganz ungeniert.
Im Fokus steht die Politik,
auf’s Korn genommen mit Geschick.
Militäreinsatz, Umwelt, Willkommenskultur -
das sind einige Themen nur.
Nicht allein in der Bütt, auch beim Faschingsumzug
bekommen die Leut davon nicht genug.
Herzhaftes Lachen ist angesagt,
keiner nach trauriger Miene fragt.
Wir dürfen in andere Rollen schlüpfen:
Als Esel trotten, als Frosch vielleicht hüpfen,
als Vampir anderen Angst einjagen,
als Prinz und Prinzessin ein Tänzchen wagen.
Kurzum: Der Spaß ist riesengroß
und meistens auch die Stimmung famos.
Ausgelassen feiern, fröhlich sein,
das muss für Christen kein Widerspruch sein.
Selbst Jesus konnte das Leben genießen,
er ließ es sich nicht durch Neider verdrießen.
Er wollte Menschen glücklich sehen,
tatsächlich ist das auch geschehen.
Viele hat er gesund gemacht,
endlich haben sie wieder gelacht.
Aus der Isolation hat er befreit,
Ratlosen Alternativen gezeigt.
Er gab der Welt ein neues Gesicht,
tauchte es ein in helles Licht.
Die Fröhlichkeit bleibt unbenommen,
selbst wenn der Aschermittwoch gekommen.
Auch dann dürfen wir uns glücklich zeigen
und müssen nicht beständig leiden.
Aufeinander zugehen mit Empathie,
das schadet der guten Laune nie.
Anderen freundliche Worte sagen,
sorgt bestimmt für keinen Schaden.
Frischen Humor in den Alltag bringen,
das sollte selbst nach Fastnacht gelingen.
Zum Schluss ein kräftiges Helau
an alle Jecken in Hanau.

Brigitte Rohde
Pfarrerin
Vereinte Martin Luther und Althanauer Hospitalstiftung