Tageslosung

Invokavit (Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören. Psalm 91,15)
Fürchte dich nicht, Zion! Lass deine Hände nicht sinken! Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland.
Stärkt die müden Hände und die wankenden Knie und tut sichere Schritte mit euren Füßen.

Als Kirchengemeinde geben wir uns wirklich Mühe, neben Eltern auch die Kinder direkt anzusprechen. Also laden wir zu den Kindergottesdiensten noch wirklich mit einem echten Brief ein. Ein Umschlag aus Papier, darin eine farbige Einladung für den nächsten Kindergottesdienst und manchmal noch eine weitere Info oder was zum Anmalen. Der Clou: die Briefe sind nicht an die Eltern adressiert, sondern direkt an die Kinder. Sie sollen sich freuen, auch mal einen echten Brief mit der Post zu erhalten. Als Pfarrer kann ich im eigenen Haus auch miterleben, wie das auf die Kinder wirkt. Lange Zeit war der Brief wirklich etwas Besonderes, wurde mit Freude entgegengenommen. „Was? Ein Brief für mich? Oh, schön.“


Doch, ja, alles hat ein Ende und so ist es nun auch in unserem Haus mit diesen Briefen. Gerade heute kam wieder einer für unsere jüngste Tochter (9). Darin die Einladung für den nächsten Kindergottesdienst. Sie nimmt den Brief, macht ihn auf und sagt etwas, das mir wirklich zu denken gibt: „Ach so, dass ist wieder der Brief von der Kirche wie immer. Langweilig. Ich möchte gerne auch mal einen richtigen Brief bekommen, mit einem Handy drin oder so.“
Ok, darüber muss ich jetzt erstmal ein paar Tage nachdenken...

Pfarrer Jens Heller
Evangelische Kirchengemeinde Bischofsheim