Kirchenkreis Fulda - «Steh auf und geh!»

Veranstaltungskalender Fulda

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Tageslosung

O dass mein Leben deine Gebote mit ganzem Ernst hielte.
Es begab sich aber, als die Zeit erfüllt war, dass Jesus in den Himmel aufgenommen werden sollte, da wandte er das Angesicht, entschlossen, nach Jerusalem zu wandern.

 

 

 

Weltgebetstag 2020 kommt aus Simbabwe
«Steh auf und geh!»
Studientag zum Weltgebetstag 2020, am 22. Januar 2020 von 16 - 20 Uhr im Haus Oranien, Fulda
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 «Steh auf, nimm deine Matte, und geh los!» (Joh 5, 2-9) lautet das Motto des Weltgebetstages am 6. März 2020. Vorbereitet wurde das Programm von Frauen aus Simbabwe. Sie verstehen diese Worte als Aufforderung an sich, aber auch an ganz Simbabwe, das eigene Schicksal nach 37 Jahren Mugabe-Ära jetzt neu in die Hand zu nehmen, erklärt Ute Dilger, Verantwortliche für die Weltgebetstagsarbeit Kurhessen-Waldeck.

Musik sei dabei für die Frauen eine wichtige Kraftquelle, so Dilger weiter. Die Lieder, die Tänze, dazu der enge Zusammenhalt in den Gemeinschaften, Familien und Dörfern tragen die Menschen durch schwere Zeiten. Diese Impulse wurden auch in die Workshops zur Vorbereitung der Gottesdienste aufgenommen.

Regionale Workshops

In verschiedenen Vorbereitungstreffen sind Frauen aller christlichen Konfessionen und Altersgruppen in der Landeskirche dazu eingeladen, die Planung für den Weltgebetstag in den Gemeinden mitzugestalten. Am Mittwoch, den 22. Januar 2020, von 16-20 Uhr sind alle interessierten Frauen in das Haus Oranien eingeladen, um eine Einführung in Land und Leute sowie die Gottesdienstgestaltung zu erhalten. Der «WGT-Studientag» wird vom Referat Erwachsenenbildung der Landeskirche kostenfrei angeboten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zu den Terminen und der Anmeldung finden Sie unter www.ekkw-weltgebetstag.de.

Länder Information

Vor zwei Jahren hat sich Simbabwe, Schwerpunktland des Weltgebetstages 2020, unter Mühen von seinem langjährigen Machthaber und «Vater der Nation» Robert Mugabe getrennt. Doch trotz seiner Absetzung sind noch dieselben Eliten an der Macht: Proteste werden brutal unterdrückt, wirtschaftliche und soziale Not prägen das Land. Über 90 Prozent Arbeitslosigkeit, Hyperinflation, dazu die Folgen des Zyklons Idai (März 2019) und jetzt eine drohende Hungersnot sprechen für sich, berichtet Dilger.

Bei all dem sind die Traumata der gewalttätigen Kämpfe in der Vergangenheit nicht aufgearbeitet. Die Situation der Frauen ist besonders prekär. Viele sind betroffen von HIV/Aids, und es wird immer schwieriger, retrovirale Medikamente zu bekommen. Hinzu komme, dass Frauen traditionell verantwortlich für die Ernährung der Familien sind. So reisen viele unter viel Mühen in die Nachbarländer, kaufen dort Lebensmittel ein und verkaufen sie wieder in den Städten Simbabwes. 

Stichwort Weltgebetstag

Den Weltgebetstag gibt es seit über 130 Jahren. Er wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Jeden ersten Freitag im März sind Frauen, Männer und Kinder dazu eingeladen, gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und die Würde der Frauen zu beten. In Deutschland besuchen Jahr für Jahr rund eine Million Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche die Gottesdienste und Veranstaltungen rund um den Weltgebetstag. Auf diese Weise wandern die Gebete über 24 Stunden um die Erde und verbinden Christen über Landesgrenzen hinaus. Durch das gemeinsame Erleben und Gestalten des Weltgebetstages lernen sich Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen kennen und schätzen. So entstehen enge Kontakte und Freundschaften weltweit.