Kirchenkreis Fulda - „Warm essen am Mittwoch“ beendet

Veranstaltungskalender Fulda

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Tageslosung

Man wird wieder hören den Jubel der Freude und Wonne, die Stimme des Bräutigams und der Braut und die Stimme derer, die da sagen: »Danket dem HERRN Zebaoth; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.«
Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist?

 

 

 

„Warm essen am Mittwoch“ beendet
Letzte Ausgabe mit Dank an Helfer und Spender – und einer Perspektive
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Foto: Dekan Bengt Seeberg, Geschäftsführer Daniel Weiss, Diakoniepfarrer Lars Rilke (hinten, v.l.) mit den beiden Sozialpädagoginnen Angelika Clemens (Bahnhofsmission) und Simone Möhring (Flüchtlingsberatung). (Bild: Diakonie Fulda)

Vom 8. April an gab es mittwochs auf dem Gelände der Diakonie Fulda eine warme Mahlzeit. Das Angebot war mit den Mittagstischen von Roten Kreuz und Caritas abgestimmt, so dass Menschen mit keinem oder kleinem Einkommen an jedem Tag eine Anlaufstelle hatten. 

Nach insgesamt zwölf Wochen der Versorgung mit einer warmen Mittagmahlzeit hat die Diakonie Fulda das Angebot beendet. Zum Abschluss dankten Dekan Bengt Seeberg, Geschäftsführer Daniel Weiss und Diakoniepfarrer Lars Rilke den vielen Helferinnen und Helfern sowie den Spendern, ohne die dieses Projekt nicht funktioniert hätte.

„Heute haben wir die Situation fast schon wieder vergessen, als in der akuten Phase Corona auch bei uns Realität wurde und plötzlich alle Hilfsangebote heruntergefahren wurden. Da wollten wir denen helfen, die zuerst drohen, übersehen zu werden“, fasst Dekan Bengt Seeberg den Entschluss zum Handeln zusammen. Mit vereinten diakonischen Kräften und in enger Abstimmung mit dem Roten Kreuz und der Caritas habe man recht schnell ein einfach zu handhabendes Format entwickelt. Fortan gab es auf dem Gelände am Heinrich-von-Bibra-Platz immer mittwochs eine warme Mahlzeit, gekocht von einem professionellen Caterer, einzeln und hygienisch abgepackt. „Gerade weil wir auch unsere Bahnhofsmission schließen mussten, lag uns dieses Angebot am Herzen“, ergänzt Diakoniepfarrer Lars Rilke. „Im Gesamtbild mit der ebenfalls geschlossenen Vinzenzküche war plötzlich keiner der Orte mehr erreichbar, an denen Menschen am Rande der Gesellschaft ein warmes Essen und ein freundliches Wort bekommen haben.“

Möglich geworden ist dieses Angebot, das sich in erster Linie an Menschen in Not gerichtet hat, durch die Unterstützung von Spendern aus ganz Hessen. Die „Corona-Nothilfe gegen Armut“ der Diakonie Hessen hat viele große und kleine Spenden akquiriert, unter anderem vom Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen und unterstützt von Eintracht Frankfurt. „Unser großer Dank geht an alle, die geholfen haben, dass wir so schnell helfen konnten“, fasst Dekan Seeberg die Dankbarkeit zusammen und ermuntert auch zu weiteren Spenden für die diakonische Arbeit.

Mit dem Mittagstisch soll es nämlich nicht wirklich zuende sein. „Wir planen eine Fortführung, die wir auf Dauer anlegen und auch auf Dauer bezahlen können“, stellt Daniel Weiss, Geschäftsführer der Diakoniezentrum Fulda gGmbH in Aussicht. In Zukunft solle es selbst gekochte warme Mahlzeiten an unterschiedlichen diakonischen Orten geben, etwa im Café Wunderbar.