Sprengel Hanau-Hersfeld - Sprengel Hanau-Hersfeld

Tageslosung

Fürchte dich nicht, du von Gott Geliebter! Friede sei mit dir! Sei getrost, sei getrost!
Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
Berichte
Besonderes aus dem Gemeindeleben
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Gottesdienst in Gebärdensprache zum Neuen Jahr

"Suche Frieden. Suche ihn mit deiner ganzen Kraft" (Psalm 34,15, Jahreslosung 2019)
Unter dem Motto der Jahreslosung feierten die Gebärdensprachgemeinden Hanau und Fulda Gottesdienst zum Neuen Jahr.

In Fulda war der Journalist und Buchautor Jens Brehl, freier Mitarbeiter beim Magazin "blick in die Kirche", zu Gast.
Seinen Bericht lesen Sie im aktuellen "blick-Magazin" auf Seite 15.
Bitte folgen Sie dem link: 

https://www.ekkw.de/blick-in-die-kirche/download/blick_mag_0119.pdf

 

 Marktplatz Hanau: Unionsfest am 16. September 2018

Am 16. September feierte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck auf dem Hanauer Marktplatz ein Fest.
„Zusammen in Vielfalt glauben“ lautete das Motto. Anlass war das 200-jährige Jubiläum der Hanauer Union.

Das Motto erinnert an das Jahr 1818: Seitdem feiern lutherische und reformierte Christen auf dem Gebiet der Kirchenkreise Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern und Fulda gemeinsam Gottesdienst.
Das Motto ist auch ein Aufruf für die Zukunft: „Ja“ zur konfessionellen Identität, „Ja“ zur ökumenischen Aufgabe und „Ja“ zum interreligiösen und interkulturellen Gespräch.
Eine entsprechende Erklärung wurde u.a. vom Bischof der EKKW, Dr. Martin Hein, unterzeichnet.
Der Bischof predigte im Festgottesdienst. Der Gospelchor der EKKW „get up!“ sang.
Schauspieler schlüpften in historische Gewänder und veranschaulichten spielerisch das Geschehen von vor 200 Jahren.

Der ganze Tag wurde in Gebärdensprache gedolmetscht, so dass barrierefrei Teilhabe für taube Festbesucher*innen möglich war.
Roswitha Wagner, Christina Kotte und Stefanie Riedel-Waskönig wechselten sich beim Dolmetschen ab.
Rund 15 Gehörlose aus den Gebärdensprachgemeinden der EKKW feierten das Unionsfest barrierefrei mit.
Ihr Resümee: „Es war ein schöner Tag, lang und interessant.“

M. Keller-Stenzel, Foto: S. Stehling
Dieser Beitrag erschien auch in Unsere Gemeinde, Ausgabe November 2018 sowie in der Hanauer Presse.

 

Hanau und Fulda: Gemeinsames Sommerfest der Gebärdensprachgemeinden am 30. Juni 2018 im Clubheim des Gehörlosenvereins zu Hanau e.V.

Zum ersten Mal feierten die Gebärdensprachgemeinden Hanau und Fulda ihr traditionelles Sommerfest in Hanau.
Herrlicher Sonnenschein und super Stimmung.
Ab 12.00 Uhr Mittagessen: Leberkäse mit Kartoffelsalat. Wunderbar. Allen hat es sehr gut geschmeckt.
Anschließend viel Zeit zum Plaudern.

Um 14.00 Uhr Sommerfest-Gottesdienst zum Spruch Jesu: „Ihr seid wie Salz der Erde.“
Wenig Salz ist genug, um den Geschmack zu verändern. Bedeutet?
Jeder Mensch kann schon mit etwas Solidarität, Frieden und Liebe die Welt ein bisschen besser machen.
Jeder bekam als Erinnerung einen kleinen Salzstreuer geschenkt.

Nach dem Gottesdienst nochmal viel Zeit zum Plaudern und für Kaffeetrinken.
Für Kinder gab es eine Mal- und Spielstation.
Herzlichen Dank für die großartige Organisation, besonders an den Gehörlosenverein zu Hanau e.V. und an den Hanauer Gemeindevorstand.

M. Keller-Stenzel, Foto: privat. Hinweis: Die Formulierungen orientieren sich an Struktur und typischen Begriffen der Gebärdensprache.

 

Vortrag Notfall-App

Ein Notfall: ein Unfall mit schwer Verletzten, ein Herzinfarkt, ein Sturz von der Leiter.
Egal, ob auf der Straße, am Arbeitsplatz oder zu Hause: Wer taub ist, hat im Notfall bislang ein Notfall-Fax an 112 geschickt.

Im Notfall ein Fax schicken ist kompliziert. Probleme beim Notfall-Fax: Unterwegs gibt es kein Faxgerät. Oder niemand merkt, dass ein Notfall-Fax ankommt.
Ein Fax schicken dauert relativ lang. Aber: Wenn ein Notfall eintritt, zählt jede Minute. Keine Zeit verlieren ist wichtig.

Jetzt gibt es eine Alternative: die Notfall-App. Sie wurde vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) für alle Interessierten entwickelt.
Jede Person kann mit der Notfall-App im Notfall schnell Hilfe anfordern.
Egal, ob von zuhause, auf der Arbeit oder von unterwegs. Die Notfall-App ist kostenfrei.

Bei der Weihnachtsfeier der Gebärdensprachgemeinde Fulda hielt Gemeindevorsteher Reinhard Eckey einen Vortrag zur Notfall-App.
Alle waren sehr interessiert, denn das Thema ist für alle wichtig. Jeder Mensch kann plötzlich zum Notfall werden. Und dann ist schnelle Hilfe nötig.

Reinhard Eckey erklärte die Anwendung der App und informierte über ihre Entstehung.
Der Vortrag wurde wegen großen Interesses am 11. März 2018 beim Gemeindenachmittag in Fulda wiederholt und beim Gemeindenachmittag am 24. März 2018 in Hanau gezeigt.

Foto und Text: M. Keller-Stenzel

 

Neue Lutherbibel für Gebärdensprachgemeinde Hanau

Anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums überreichte der Propst des Sprengels Hanau, Bernd Böttner (seit 1.1.2018 Prälat der EKKW)
eine neu übersetzte Lutherbibel an die Gebärdensprachgemeinde Hanau.
Stellvertretend nahm Gemeindevorsteherin Gabriele Meyer bei einem feierlichen Gottesdienst zum Reformationstag 2017
im Vereinsheim des Gehörlosenvereins zu Hanau e.V. die Altarbibel in Empfang.


Böttner betonte den Stellenwert der Reformation als Bildungsbewegung und hob hervor, dass geschichtlicher Wandel und zeitgemäße Sprache einander bedingen: „Darum muss auch die Bibel immer wieder in eine neue Sprache gebracht werden, eine Sprache, die die Menschen verstehen können.“

In Anlehnung an ein Zitat des Reformators sagte Böttner, Martin Luther habe eine verständliche Sprache gefunden, indem er „der Mutter im Hause, den Kindern auf der Gasse und dem gemeinen Mann aufs Maul geschaut“ habe.

Biblische Texte durch Übersetzung in Gebärdensprache für gehörlose Menschen verständlich zu machen, zählt zu den Aufgaben der Gehörlosenseelsorge.
Mit Gottesdiensten und weiteren Angeboten in Gebärdensprache leistet die Gehörlosenseelsorge in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck einen wichtigen Beitrag,
damit gehörlose Menschen in ihrer Sprache verstehen und barrierefrei am kirchlichen Leben teilhaben können.

In der neu übersetzten Lutherbibel ist aus der „Heilung eines Taubstummen“ im Neuen Testament die „Heilung eines Tauben“ geworden.

Den Begriff „taubstumm“ gibt es im biblischen Urtext nicht.
Es ist für das Selbstverständnis tauber Menschen ein wichtiger Schritt, dass die neue Lutherübersetzung dem Rechnung trägt.


Text: M. Keller-Stenzel 

Foto: H. Morr

Hinweis: Dieser Beitrag wurde auch in Unsere Gemeinde, Ausgabe Dezember 2017 und der Hanauer Presse veröffentlicht.

 

Weitere Fotos, Fotogalerie: M. Keller-Stenzel (Vortrag Notfall-App Gebärdengemeinde Fulda, Überreichung der neuen Lutherbibel Gebärdengemeinde Hanau)

 

 

 

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